Ein Blick in die Zukunft
Der Umweltschutz ist den Deutschen wichtig. Da vor allem konservative Parteien nichts verbieten wollen, bevorzugen sie es, das Verhalten der Menschen über Abgaben zu steuern. So kam die Idee auf, fossile Energien immer teurer zu machen, indem man eine CO2-Abgabe einführt, deren Preise jedes Jahr steigen.

Und weil man den Menschen nicht sofort sagt, wie teuer Öl und Gas einmal werden können, lässt man auf Wunsch der Union nun auch wieder uneingeschränkt Öl- und Gasheizungen zu. Und man verbietet auch das Verbrennerauto nicht mehr ab 2035. Die Menschen werden schon sehen, wie schlecht die Wahl war, wenn das Benzin mehr als zwei Euro kostet.

Und nun kostet es mehr als zwei Euro. Durch den Irankrieg ist die Ölversorgung weltweit eingeschränkt, und die Preise für Öl und Gas steigen deutlich. Und was ist die Reaktion der Politik? Fordert sie uns auf, Öl und Gas zu sparen? Führt sie gar ein Tempolimit ein, damit wir gezwungen sind, Öl- und Gas zu sparen?

Nein. Sie wird hektisch und überlegt sich Maßnahmen, wie man die Preise senken kann. Hohe Preise sind schließlich schlecht, wenn es zur nächsten Wahl kommt. Und den Wähler möchte man auf keinen Fall verärgern.

Nun spekulieren wir mal, was passiert, wenn aufgrund der CO2-Abgabe außerhalb einer Kriegsphase der Benzinpreis über zwei Euro klettert… Wir können davon ausgehen, dass die Politik die CO2-Abgabe sofort einstellen wird. Diese Maßnahme mag am Schreibtisch sinnvoll klingen, doch in der Realität wird sich zeigen, dass sie nutzlos ist. Wollen wir die Umwelt schützen, dann müssen wir tatsächlich heute wirksame Maßnahmen dafür ergreifen – und diese nicht in die Zukunft verschieben, wo wir sie aus Angst vor dem Wähler aufgeben werden.
K.M.