Donnerstag, 29. Dezember 2016
Das Jahr der Arschlöcher
Das Jahr 2016 neigt sich dem Ende zu. Wie wollte man dieses Jahr charakterisieren? Es begann schon in der Sylvesternacht damit, dass einige Ausländer am Kölner Hauptbahnhof Frauen begrabscht und sexuell bedrängt haben. Dann flogen Bomben in Istanbul in die Luft, ein LKW fuhr am Nationalfeiertag in eine Menschenmenge in Nizza , ein anderer vor Weihnachten auf einen gut besuchten Weihnachtsmarkt in Berlin , alles gesteuert von radikalen Islamisten. Ein Rechtsradikaler schoss Menschen im Olympia-Einkaufszentrum in München nieder, ein Reichsbürger einen Polizisten in Mittelfranken .

Rechte hetzen in Großbritannien gegen Europa und versprechen den Armen, dass alles besser wird, wenn Großbritannien nur Europa verlässt. Und als sie dann die Wahl gewonnen haben, wollen sie von ihren Versprechen nichts mehr wissen. Trump ruft den Arbeitern in den USA zu, er sei einer von ihnen, und nominiert nach gewonnener Wahl nur Millionäre und Milliardäre für sein Kabinett. Die Regierungen und Polen und Ungarn reden von Freiheit und beschneiden die Pressefreiheit und die Menschenrechte. Und in Deutschland gehen einige Tausend Bürger auf die Straße, skandieren „Wir sind das Volk“ und jagen Ausländer oder stecken Flüchtlingsheime in Brand. Deutschland kann sich für solche Volksvertreter nur bedanken.

In keinem Jahr wurde den Menschen so deutlich wie 2016, dass die Arschlochdichte weltweit ungemein zugenommen hat. Es gibt immer mehr Menschen, die sich gottgleich im Besitz der absoluten Wahrheit wähnen und keine Skrupel kennen, diese durchzusetzen. Wenn sie dafür lügen müssen, dann lügen sie. Wenn sie dafür Sachen beschädigen müssen, dann beschädigen sie diese. Und wenn sie dafür Menschen töten müssen, dann töten sie.

Die Welt soll so werden, wie sich das ihr krankes Gehirn ausmalt. Mitgefühl kennen diese Monster in menschlicher Gestalt nicht. Sie gehen über Leichen, und das nicht nur sprichwörtlich.

Es wird Zeit, diesen Gestalten zu zeigen, dass auf der Welt noch Menschen leben.
K.M.