Will man das wirklich?
Nach den neuesten Prognosen liegt die AfD in Sachsen-Anhalt bei 41% und bewegt sich auf die absolute Mehrheit zu. Die Menschen haben das Wahlprogramm der AfD gelesen und finden es gut, wie es immer mal wieder heißt. Die AfD hetzt gegen alles Fremde, will aber vor allem mehr Geld für Reiche und weniger für Arme, wie Untersuchungen gezeigt haben. Will man das wirklich?

Hass auf Fremde, Schlechtmachen der Regierung: Die AfD setzt vor allem auf negative Gefühle. Lösungen kann man ihren Worten nicht entnehmen. Was könnte man dann von einer AfD-Regierung erwarten?

Man muss nur einen Blick in die USA Trumps und in Orbans Ungarn werfen, den großen Vorbildern der AfD. Dort herrschen Selbstbedienung und Rechtsbeugung der Herrschenden zu ihrem eigenen Vorteil. Und das kann die AfD schon, auch wenn sie noch nicht an der Macht ist. Früher nutzte sie eine Lücke im Parteiengesetz aus, verkaufte Gold, verbuchte dies als Spende und bekam Geld vom Staat. Ein Verein , der zufällig die gleichen Themen vertrat, machte millionenschwere Werbung für die AfD, ohne dass dies natürlich mit der AfD abgesprochen war; so musste man dies nicht als Spende deklarieren, und die Spender blieben anonym, was AfD-Spender gerne bleiben. Und heute nutzen sie Lücken im Gesetz aus, um ihren Verwandten und Freunden gutdotierte Posten zu verschaffen, auch wenn die einzige Qualifikation darin besteht, dass sie mit AfD-Politikern verwandt sind. All dies macht die AfD schon, obwohl sie noch nicht an der Macht ist.

Man wolle die Revolution vollenden, wie ostdeutsche AfD-Politiker ihrem Volk zurufen. Wie eine Revolution typischerweise abläuft, zeigt die französische Revolution. Man setzt ein autoritäres Unrechtsregime ab und gewinnt neue Freiheiten. Doch dann frisst die Revolution ihre Kinder, und es entsteht eine neue Diktatur. Erst dann ist die Revolution vollendet.

Will man das wirklich?
P.H.